Wieso frieren Entenfüße bei der Kälte nicht ein?

Tabea aus Erbach hat unserem anna.FM Schlaumeier geschrieben: Hallo Herr Oesterle, ich war mit meiner Tochter am Wochenende spazieren und wir sind auch an einem Teich vorbeigekommen. Weil es so kalt war, war der See leicht angeeist. Trotzdem sind die Enten darauf herumspaziert und meine Tochter hat mich dann gefragt, warum die Entchen eigentlich nicht festfrieren. Ich weiß es nicht, aber vielleicht ja Du.

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    Wieso frieren Entenfüße bei der Kälte nicht ein? Nico

Das Geheimnis der lustigen Watschelfreunde ist das sogenannte Wundernetz.

Enten sind von der Natur mit einem Frostschutzsystem ausgerüstet worden. In den Entenbeinen liegen feine Blutgefäße sehr dicht beieinander. Das Blut hat dabei eine Temperatur von rund 40 Grad, wenn’s aus dem Körper runter in Richtung Füße strömt. Unten angekommen, hat’s dann nur noch eine Temperatur von knapp 6 Grad. Und jetzt kommt’s: Beim Runterströmen fließt es sehr nah an den Venen vorbei. Die transportieren das abgekühlte Blut aus den Füßen wieder zum Körper. Der Clou im Wundernetz ist jetzt, dass das warme Blut das kalte wieder erwärmt. In den Füßen ist es dann gerade so warm, dass sie nicht festfrieren und so kalt, dass das Eis unter den Füßen nicht wegschmilzt.

Das wäre nämlich tatsächlich gefährlich. Das geschmolzene Eis würde in der kalten Umgebung nämlich auch relativ schnell wieder fest werden und dann kämen die Enten tatsächlich nicht mehr vom Fleck.

Nico

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Nico unterstützt uns bei allen möglichen Online-Themen. Egal ob Website, Social-Media oder Online-Marketing, er hat eigentlich zu allem eine Antwort. Nico ist ein kleiner Nerd und steht total auf Star-Wars, Herr der Ringe oder Marvel-Zeugs. Und damit er auch mal von seinen Bildschirmen wegkommt fährt er total gerne Mountainbike oder geht wandern.
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